TVK unterstreicht eigene Ambitionen
Gut zwei Wochen nach dem Derbysieg in Rintheim, gewannen die Knielinger auch das Heimspiel gegen die SG ERA. Beim überdeutlichen 40:21 (22:12) hatten die Südbadischen Gäste nicht den Hauch einer Chance gegen das passsichere Knielinger Tempospiel.
Auf die Frage, ob an diesem Abend in der Reinhold-Crocoll-Halle noch Wünsche offen geblieben wären, antwortete Marc Sautter aus Sicht des TVK Trainerteams klar: „Nein. Die Mannschaft war nach der Fastnachtspause weiter fokussiert. Wir wollten früh im Spiel auf die Siegerstraße einbiegen und das ist uns gelungen.“
Aber der Reihe nach. Die Männer aus dem Karlsruher Westen wollten nach dem Derbysieg in Rintheim weiter bei nur vier Verlustpunkten bleiben. Nach dem 3:3 in der fünften Spielminute kamen die Knielinger bereits ins Tempospiel. Geschwindigkeit war auch gegen die SG ERA der Schlüssel zum Erfolg. Über 7:4, 9:6 und 12:6 wurde der Vorsprung ausgebaut. Der Treffer zum 17:9 durch Patrick Reither machte den Unterschied zwischen den beiden Mannschaften sichtbar. Die Gäste gingen das hohe Knielinger Tempo nur selten mit und zur Pause waren die Rollen in diesem Spiel klar verteilt.
Letztlich ging der Knielinger Spielplan in jeder Hinsicht auf, möglichst aus einer stabilen Abwehr mit Tempospiel leichte Tore zu erzielen. Dazu trug auch Torhüter Fabian Bolz maßgeblich bei, der mit vielen Parade dem Gegner-Team das Torewerfen sehr schwer machte.
In der zweiten Halbzeit beließen es die Knielinger nicht bei einer Tordifferenz von 10. Auch wenn das Trainerteam Benny Borrmann und Marc Sautter nun häufiger wechselten, war kein Bruch im Knielinger Spiel erkennbar. Sie spielten weiter schnell, mit viel Druck nach vorne und hinter zwang man den Gegner zu einigen Fehlern. So eroberte der TVK oft den Ball und war aus der ersten oder zweiten Welle erfolgreich. Drei Minuten vor dem Schlusspfiff waren die Knielinger erstmals mit 19 Toren vorn (39:20). Auch der 40. Treffer viel noch. Leader Jochen Rabsch tankte sich durch und traf zum Endstand.
Mit diesem Heimsieg bleibt der TV Knielingen nach dem 17. Spieltag weiter an der Tabellenspitze. Die SG Ohlsbach/Elgersweier folgt mit fünf Punkten Abstand. Der TSV Rintheim scheint sich nach der Niederlage vom Wochenende in Freiburg-Zähringen aus dem Titelrennen verabschiedet zu haben. TVK-Trainer Marc Sautter mahnt: „Wir sind noch lange nicht durch. Jeder Gegner, der noch kommt, will dem Tabellenführer ein Bein stellen. Da sind auch noch einige schwere Spiele dabei.“
Da dürfte er an den nächsten Sonntag denken, wenn der TVK beim Siebten der Verbandsliga, TV Oberkirch, antritt. Das Hinspiel haben die Knielinger mit drei Toren gewinnen können. Aber das heißt nichts für das kommende Wochenende, in einer Liga die wahrlich mit vielen überraschenden Ergebnissen aufzuwarten hat.
Kader des TV Knielingen: Felix Schucker (Tor), Fabian Bolz (Tor), Patrick Reither (7), Till Eißler (2), Philipp Reither (6), Dennis Estedt (2), Robin Hörsting (1), Robin Gauger (3), Frederik Bohm (5), Jochen Rabsch (3), Lukas Metzger (6), Yann Majunke (5).

