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TVK - Konzept

65 Jahre TVK-Handball

Die Handballabteilung des TV Knielingen konnte im Jahre 2011 ihr 65-jähriges Bestehen feiern. Innerhalb des fast 1000 Mitglieder zählenden Hauptvereins stellt sie mit ca. 350 Mitgliedern eine der stärksten Abteilungen.

Alljährlich werden dem Badischen Handballverband (BHV) über ein Dutzend Mannschaften aus der Jugend bis hin zur Ober- bzw. Badenliga im Seniorenbereich gemeldet. Damit steht die Handballabteilung, was die Breite anbelangt, im Vereinsvergleich mit an der Spitze in der Region. Der Erfolg beruht nicht zuletzt auf einer konsequenten und konzeptionellen Jugendarbeit.

Für die Spielrunde 2014/2015 hat der TVK insgesamt 14 Mannschaften für den Spielbetrieb gemeldet: 3x Herren + alte Herren, 2x Damen sowie jeweils 4 Jugendmannschaften weiblich und männlich.

Spielkonzept

Es gibt verschiedene Konzepte, wie das „moderne“ Handballspiel aussehen soll. Diese sind allerdings erst einmal durch das Regelwerk eingegrenzt, das in den vergangenen zehn Jahren seitens der Internationalen Handball Föderation sehr stark abgeändert wurde. Dadurch hat sich das Spiel als solches gewandelt. „2. Welle“ und „Schnelle Mitte“ sind aber keine Erfindungen von Lemgo. Dort wurde die Beschleunigung des Spiels lediglich am erfolgreichsten und unter professionellen Bedingungen umgesetzt.

Das Tempospiel ist nicht erst seit zehn Jahren Bestandteil des typischen Knielinger Spiels. Zum einen lassen sich mittels Tempospiel so genannte „einfache Tore“ erzielen. Zum anderen ist es eine Notwendigkeit, um größenmäßige Nachteile kompensieren zu können. Das Spielsystem muß sich eben auch erst einmal nach konstitutionellen Voraussetzungen der Spieler in einer Mannschaft richten. Das ist auch der Grund für die offensive Grundausrichtung unserer Abwehr.

Ein Spielsystem ist notwendig. Ohne Spielsystem passiert das, was der Bundestrainer Heiner Brand „Wilde Sau“ genannt hat. Unser Spielsystem ist durch die Astrachaner Handballschule geprägt, die Andrei Burlakin vertritt. Und es ist natürlich auch an die Knielinger Verhältnisse angepaßt worden.

Es muß so beschaffen sein, daß unsere Spieler mit ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten darin erfolgreich spielen können. Es darf kein starres System sein, sondern muß sich ständig an den aktuellen Gegebenheiten (z.B. Regeländerungen, verletzte Spieler o.ä.) orientieren. Letztlich ist das Spielsystem auch abhängig von der Trainingsarbeit: wenn es uns gelingt, die Leistungsfähigkeit der Spieler zu verbessern, dann kann das Spielsystem verfeinert werden.

Nebenbei steigern Tempospiel und aggressive Abwehr als Bestandteil unseres Konzeptes auch die Attraktivität des Spiels. Unsere zahlreichen und meist begeisterten Zuschauer sind Bestätigung dafür, daß wir mit unseren Überlegungen richtig liegen.

Udo Crocoll (1957-2010)

Ausbildungskonzept

Für die Aus- und Fortbildung der Trainerinnen und Trainer, überwiegend lizenzierte Übungsleiter, zeichnete jahrelang Udo Crocoll verantwortlich. Wir fragten ihn in im Jahre 2007 nach sportlichen Zielen und Chancen für die Badenliga-Herren, dem Aushängeschild des TVK. Seine damaligen Aussagen haben auch jetzt immer noch Aktualität beim TVK - Handball.

 

Frage: Seit über einem Jahrzehnt behauptet sich der TVK im Oberhaus des Badischen Handball Verbandes (BHV) und konnte in der Saison 1998/99 sogar einmal in die nächst höhere Klasse ausbrechen. Wo liegt das Erfolgsgeheimnis?
Antwort: Anfang bis Mitte der 90er Jahre machte sich erstmals die intensive Jugend-arbeit des TVK bezahlt. Selbst in der Regionalliga hatten wir noch einen hohen Anteil von in Knielingen ausgebildeten Spielern. Das ist für den Leistungsbereich Ober- bzw. jetzt Badenliga außergewöhnlich, zumal wir nicht – wie so viele andere Vereine - eine Handball-Spielgemeinschaft eingegangen sind.

Frage: Wie sieht das Ausbildungskonzept innerhalb der Handballabteilung aus?
Antwort: In unserer Jugendabteilung kümmern sich kompetente Jugendtrainer um die Ausbildung der Kinder und Jugendlichen. Nach dem Wechsel in den Seniorenbereich wird die individuelle Ausbildung von den Trainern der 1. und 2. Herrenmannschaft weitergeführt. Dazu steht dann jedem Trainer als "roter Leitfaden" ein schriftlich ausgearbeitetes und ständig aktualisiertes Ausbildungskonzept zur Verfügung.

Frage: Was lässt sich über die Entwicklungen im Trainingsbetrieb sagen?
Antwort: Interessanterweise ist der Trainingsumfang während der Saison gegenüber vor zehn Jahren nicht größer geworden. Lediglich in der Vorbereitungsphase werden mehr Trainingseinheiten und mehr Trainingsspiele durchgeführt. Die Trainingsintensität sowie -qualität hingegen ist erheblich höher geworden und wurde stetig an den höchsten Leistungsbereich angelehnt.

Frage: Die Trainingsinhalte sind hauptsächlich durch die Verbesserung der individuellen Leistungsfähigkeit vorgegeben. Gibt es ein eindeutig umrissenes Schulungsziel?
Antwort: Unsere Spieler sollen einen athletischen, schnellen, technisch versierten und taktisch höchsten Ansprüchen genügenden Handball spielen können.

Frage: Stagnation oder Kontinuität, wo befindet sich der Knielinger Badenliga-Handball?
Antwort: Beides nicht. Unter jeweils veränderten Bedingungen wurde in der letzten Dekade von allen Beteiligten hart und engagiert gearbeitet. Darum befinden wir uns auf dem gegenwärtigen Niveau. Dieses Niveau zu halten, wird schon schwer genug sein. Wir wollen trotzdem versuchen, die nächst höhere Stufe zu erreichen

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